Auf dem Schädlerhof in Oberstaufen, mitten im Allgäu, zeigt die Familie Schädler, wie sich nachhaltige Energie und moderne Fütterungstechnik optimal ergänzen können. Der Familienbetrieb wird bereits seit 1899 geführt und hält 84 Milchkühe in ökologischer Bewirtschaftung. Inzwischen ist der Betrieb seit mehr als zwanzig Jahren biologisch zertifiziert.
Neben der Milchviehhaltung bietet der Schädlerhof mit sechs Ferienwohnungen Urlaub auf dem Bauernhof an und übernimmt zudem einen Teil des kommunalen Winterdienstes. Die Milchkühe erreichen eine durchschnittliche Milchleistung von 8.500 Kilogramm Milch pro Kuh und Jahr. Insgesamt bewirtschaftet der Betrieb 70 Hektar Grünland sowie 10 Hektar Wald.
Nachhaltigkeit spielt innerhalb des Betriebskonzepts eine wichtige Rolle. Auf den Dächern des Betriebes befindet sich eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 265 kWp, kombiniert mit einem Batteriespeichersystem mit einer Kapazität von 100 kWh. Das Ziel der Familie Schädler ist es, möglichst viel der selbst erzeugten Energie auch tatsächlich auf dem eigenen Betrieb zu nutzen und damit den Grad der Eigenversorgung weiter zu erhöhen.
Bislang arbeitete der Betrieb mit einem Trioliet Vertifeed Futtermischwagen mit einem Fassungsvermögen von 12 m³. Mit der Weiterentwicklung des Betriebes erwies sich diese Maschine jedoch zunehmend als zu klein. Gleichzeitig entstand der Wunsch, auch die Fütterung möglichst vollständig mit selbst erzeugtem Strom durchzuführen.
Die Suche nach einer passenden Lösung brachte die Familie erneut mit Trioliet in Kontakt. Eine selbstfahrende Maschine passte nicht zum Betriebskonzept. Während der Agritechnica kam die Familie erneut mit Trioliet ins Gespräch und gemeinsam wurde nach einer Lösung gesucht, die optimal zu den Anforderungen des Betriebes passte.
Da man sich jedoch einiges an Verschleiß spart und die Dieselkosten extrem reduzieren kann, geht die Rechnung für uns und unseren Betrieb, insbesondere in Verbindung mit dem Eigenstrom, auf.
Das Ergebnis ist ein hybrider Futtermischwagen, der sowohl über die Zapfwelle als auch über einen Elektromotor angetrieben werden kann. Dank des vorhandenen Batteriespeichersystems kann der Mischwagen größtenteils mit selbst erzeugter Solarenergie betrieben werden. Reicht die eigene Energieversorgung zeitweise nicht aus, kann problemlos auf Netzstrom oder den Zapfwellenantrieb des Traktors umgeschaltet werden.
Nach Aussage der Familie Schädler passt diese Lösung perfekt zur Betriebsphilosophie:
„Wir haben einen 100-Kilowatt-Stromspeicher beziehungsweise Batteriespeicher, mit dem wir den Futtermischwagen betreiben können, wenn es einmal nicht reicht, ganz normal aus dem Netz. Das Ziel ist jedoch, so viel wie möglich vom Eigenstrom zu nutzen, und da passt diese Maschine sehr gut in unser Betriebskonzept.“
Seit Dezember 2024 ist die Hybridmaschine täglich auf dem Betrieb im Einsatz. Von der Inbetriebnahme an und während der ersten Monate wurden die Betriebsleiter intensiv von Trioliet und der Händlerorganisation begleitet.
Die Familie Schädler blickt darauf sehr positiv zurück:
„Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden. Von der Inbetriebnahme bis über das erste halbe Jahr hinweg sehr gut begleitet. Wenn etwas war, war sofort jemand da und hat sich um das Problem gekümmert. Das ist schon einmal sehr positiv hervorzuheben“
Neben der Energieeinsparung bietet der Hybridantrieb noch einen weiteren wichtigen Vorteil: einen geringeren Verschleiß an Traktor und Antriebsstrang. Der hybride Futtermischwagen ist in beide Richtungen mit einer Freilaufkupplung ausgestattet, wodurch der Elektromotor den Antrieb unter voller Last vollständig übernehmen kann.
Der Milchviehhalter erlebt diesen Vorteil täglich in der Praxis:
„Ein weiterer Vorteil ist natürlich die ganze Verschleißthematik beim Traktor. Der Hybridwagen ist in beide Richtungen mit einer Freilaufkupplung ausgestattet. Dadurch kann ich meine Zapfwellenkupplung schonen, da ich den Elektromotor quasi unter Volllast abholen kann“
Auch hinsichtlich der Mischqualität hat die neue Maschine deutliche Vorteile gebracht. Dank des größeren Mischbehälters muss der Wagen nicht mehr vollständig ausgelastet werden, was direkt zu einem besseren Mischergebnis führt.
Die Familie Schädler stellt dies täglich im Stall fest:
„Das Mischergebnis ist im Vergleich zum vorherigen Mischwagen deutlich besser. Durch das größere Volumen und, dass der Wagen nicht mehr zu 100 Prozent gefüllt ist, hat uns das deutlich weitergebracht. Man merkt auch im Stall, dass die Futterqualität und die Mischqualität besser ist.“
Obwohl ein hybrider Futtermischwagen eine erhebliche Investition erfordert, erweist sich die Lösung für den Schädlerhof wirtschaftlich als sehr interessant. Die Kombination aus geringeren Dieselkosten, weniger Verschleiß und der Nutzung des selbst erzeugten Stroms sorgt langfristig für attraktive Betriebskosten.
Wie die Familie Schädler selbst sagt:
„Was die Wirtschaftlichkeit betrifft, ist so eine Maschine natürlich zunächst ein Investitionspunkt. Alles, was mit Elektrik zu tun hat, kostet einfach noch viel Geld. Da man sich jedoch einiges an Verschleiß spart und die Dieselkosten extrem reduzieren kann, geht die Rechnung für uns und unseren Betrieb, insbesondere in Verbindung mit dem Eigenstrom, auf.“
Für Trioliet ist der Schädlerhof ein schönes Beispiel dafür, wie innovative Fütterungstechnik und nachhaltige Energie Hand in Hand gehen können. Durch die intelligente Nutzung von Solarenergie, Batteriespeicherung und Hybridantrieb realisiert der Betrieb eine zukunftssichere und effiziente Art der Fütterung, die perfekt zur Milchviehhaltung von morgen passt.
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