Gute Landwirtschaft mit Leasing-Kühen in Simbabwe betreiben

Trioliet unterstützt Familien in Simbabwe mit Mikrofinanzierung für Kühe

Was können wir tun, um Viehhalter in Afrika zu unterstützen? Das ist die Gründungsidee der Stiftung Farm Friends, die Bauern in Simbabwe, Äthiopien und Tansania beim Aufbau ihres eigenen Milchviehbetriebes unterstützt. Als Trioliet von der Initiative hörte und das Engagement der Initiatoren gesehen hat, hat das Unternehmen beschlossen, eine Partnerschaft einzugehen. 

Trioliet und die Stiftung Farm Friends werden im Projekt „Cow Lease“ zusammenarbeiten, um das Leben von Viehhaltern in Simbabwe zu verbessern. Beide Organisationen hoffen, mit der Finanzierung von Kühen, die anschließend von simbabwischen Bauern auf Raten gekauft werden, die wirtschaftliche Lage der afrikanischen Familien voranzubringen. 

Mit minimaler Bürokratie sofortige Hilfe bieten können

Die Stiftung Farm Friends besteht aus mehreren Privatpersonen, die der Viehzucht sehr verbunden sind. Piet Bijman, Präsident der Stiftung Farm Friends, ist ein Experte auf dem Gebiet von Viehzucht und Entwicklungsarbeit. Als Sohn eines Landwirts aus Nordholland und Dozent an der Fachschule für Viehzucht in Friesland wurde er gebeten, in Ostafrika als Berater Unterstützung zu leisten. Er hat viele Jahre für das Außenministerium in Kenia gearbeitet. „Gemeinsam mit einem Bekannten, der ebenfalls in Ostafrika gearbeitet hat, wollte ich Menschen in Afrika helfen, eine bessere Existenz aufzubauen. So entstand die Stiftung Farm Friends“, erzählt Bijman. Die Stiftung wurde zu einem Paradebeispiel dafür, wie Entwicklungsarbeit funktionieren sollte: Mit minimaler Bürokratie den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung entsprechend sofortige Hilfe zu bieten. 

„Gib ihnen keinen Fisch, sondern eine Angel.“

Leasing-Kuh

In den vergangenen zehn Jahren war Farm Friends in Tansania und Äthiopien mit der „Leasing-Kuh“ erfolgreich. Landwirtschaftliche Kleinbetriebe leihen Geld für eine trächtige Kuh, die von der Stiftung zur Verfügung gestellt wird. Mit dem Milchertrag wird das Darlehen zurückgezahlt. Das zurückgezahlte Darlehen geht zum Teil in die Genossenschaft (Betriebskosten) und zum Teil in einen Fonds, deren Erlöse für neue Kühe genutzt werden. Die landwirtschaftlichen Betriebe in Afrika bestehen meist aus Familien mit ein oder zwei Kühen und im Gegensatz zu Europa wird das Unternehmen dort von den Frauen geführt. Die Stiftung Farm Friends vermittelt den Viehhaltern Erfahrungen und Fachwissen in der Viehzucht und gibt ihnen u.a. Tipps, wie eine höhere Milchproduktion erreicht werden kann. Bijman: „Man hilft ihnen einfach damit, dass man sie berät, wie sie für ihren eigenen Unterhalt sorgen können. Das ist konstruktiver, als ihnen einfach nur Geld zu geben. Gib ihnen keinen Fisch, sondern eine Angel.“ 

In Tansania und Äthiopien wurden inzwischen mehrere Tausend Bauern unterstützt. Sie können sich jetzt selbst helfen und benötigen nicht mehr die Hilfe von Farm Friends. Somit war die Mission gelungen, und verlangte danach, in anderen Ländern wiederholt zu werden. Um für ein Projekt von Farm Friends in Betracht zu kommen, muss zunächst die politische Lage in dem Land stabil sein. Darüber hinaus müssen eine Molkerei und ein Zuchtbetrieb vorhanden sein. Nur wenn ein Land diese Anforderungen erfüllt, hat das Projekt eine Chance auf Erfolg. Die Stiftung berücksichtigt auch die individuelle Situation der Bauern. Bijman: „Das Vieh muss beispielsweise gut gefüttert werden. Die meisten Bauern bauen ihr Raufutter selbst an. Die Stiftung Farm Friends berät die Betriebe bei der Fütterung und wie sie eine höhere Milchleistung erzielen können. Außerdem muss das Vieh ordentlich gehalten werden." 

In Äthiopien hat die Stiftung Farm Friends eine gut laufende Genossenschaft gegründet, die über rund 100 Leasing-Kühe verfügt. Die Kühe wurden dort von Bullen der Rasse Holstein-Friesian besamt, sodass letztlich eine robustere Rasse mit guter Milchproduktion entstanden ist. Aufgrund der derzeit unruhigen Lage in Äthiopien hat Farm Friends beschlossen, sich vorübergehend aus dem Land zurückzuziehen.  Inzwischen hat sich die Stiftung auf ein anderes afrikanisches Land konzentriert, und zwar auf Simbabwe. Auch wenn sich die Philosophie der Stiftung nicht geändert hat, hat sich Farm Friends aus verschiedenen Gründen dafür entschieden, die Vorgehensweise in diesem Land etwas zu ändern. Diesmal wurde keine eigene Organisation gegründet, auf die Geld überwiesen werden kann, stattdessen wurde eine Kooperation mit der Molkerei Dairibord in Harare eingegangen. Speziell für Simbabwe hat Farm Friends das „cow-2-cow“-Programm entwickelt. Mit diesem Sonderprogramm erhalten Kleinbauern junge, trächtige Kühe, die sie über das Milchgeld in durchschnittlich 3 Jahren abbezahlen. Inzwischen haben die ersten Familien in Simbabwe Unterstützung erhalten.

„Zur Verringerung der Unterschiede zwischen Arm und Reich beitragen“

Soziale Verantwortung

Trioliet fördert das Projekt in Simbabwe und stellt der Stiftung Farm Friends eine jährliche finanzielle Unterstützung zur Verfügung. Robert Liet: „Wir stehen vollkommen hinter dieser Initiative, mit der die lokale Wirtschaft gestärkt und den Familien gleichzeitig geholfen werden soll, ein Einkommen zu generieren. Es handelt sich um ein schönes, nachvollziehbares Projekt, bei dem wir möglicherweise unsere Kenntnisse über das Füttern vermitteln können.“ Farm Friends freut sich natürlich über die finanzielle Unterstützung aus der Wirtschaft. Bijman: „Wir freuen uns sehr über das Engagement von Trioliet. Es ist wirklich großartig zu sehen, wie ein Unternehmen seine soziale Verantwortung wahrnimmt. Aber seien wir doch ehrlich. Wer will nicht dazu beitragen, die Unterschiede zwischen Arm und Reich auf der Welt zu verringern? Wer könnte dagegen sein?“

Haben Sie Fragen zu diesem Projekt oder möchten mehr darüber erfahren? Dann wenden Sie sich bitte an www.farmfriends.nl und füllen Sie das Kontaktformular aus.