11 December 2017

Falsche Siloentnahme kostet bares Geld!

Die Art der Futterlagerung und das Verfahren für die Silageeinlagerung und -entnahme sind wichtige Faktoren, wenn es darum geht, Futterverluste möglichst gering zu halten. Das Einsilieren erfolgt in der Regel sorgfältig, da sich die Viehhalter der Risiken bewusst sind, die ein falsches Verfahren mit sich bringt. Es ist wichtig, dass die gesamte Silage besonders gut verdichtet wird, damit so wenig Sauerstoff wie möglich eindringen kann.  Beim Öffnen der Silage ist man aber häufig weniger sorgfältig. Die Siloentnahme erfolgt meist mit vorhandener Technik, die nicht optimal geeignet ist. Bereits bei der ersten Entnahme wird das Futter herausgezogen und im Silostock entstehen Stellen, an denen Sauerstoff eindringen kann. Der Sauerstoff verbreitet sich wie ein unsichtbarer Virus langsam aber sicher im Futter und sorgt für die Entwicklung von Schimmel und Hefen. Während also dem Einlagern eines qualitativ hochwertigen Produkts zunächst viel Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet wurde, wird bei der Entnahme häufig weniger auf den Erhalt der Qualität geachtet. Die Viehhalter verlieren so jährlich viel Geld durch unnötige Futterverluste, obwohl  dies durch die Verwendung der richtigen Entnahmetechnik einfach verhindert werden kann. So hat sich herausgestellt, dass die Siloentnahme mit einem Schneidsystem viel futterfreundlicher ist als beispielsweise mit einer Fräse oder einer Greifschaufel. Bei einem Schneidsystem bleibt die Anschnittfläche fest und unversehrt, und dies sorgt für echte Kosteneinsparungen.

 

Die Hälfte aller Silos sind von Nachgärprozessen betroffen

Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass pro Jahr etliche Kilo Futter durch falsche Einlagerungs- und Entnahmetechniken verloren gehen*1. Gärprozesse sind dabei eine wichtige Ursache. Nachgärungen verursachen einen Futterwertverlust von etwa 5 – 10 % und eine um 20 – 30 % geringere Trockenmasseaufnahme der Kuh. Ein Silo mit 35 % Nachgärung verursacht einen Verlust von 1250 VEM (Futtereinheiten Milch) je Kuh. Dieser Mangel wird in der Regel durch Kraftfutter ausgeglichen, was einen Kostenpunkt darstellt, der sich schnell auf 80 Euro pro Kuh und Jahr beläuft! Ein Feldversuch*2 von Hendrik Donk zur Futterqualität in 40 Milchviehbetrieben zeigt auf, dass bei etwa 46 % der Maissilagen und 58 % der Grassilagen beginnende bis starke Gärung auftritt. Es gibt somit genug Gründe, um die Vorgehensweise beim Einlagern und bei der Entnahme etwas kritischer unter die Lupe zu nehmen.

Begrenzter Futterverlust mit Schneidsystem

Daher ist es wichtig, Gärprozesse im Silo zu verhindern. Das ist beispielsweise durch die Verwendung der richtigen Entnahmetechnik möglich. Nicht alle Siloentnahmegeräte sind „silofreundlich“. Silogreifer und Silozangen sorgen dafür, dass die Silage herausgezogen wird. Dadurch steigt die Temperatur im Silo, was zu einem unnötigen Futterverlust führt. Mit einem Schneidsystem bleibt die Anschnittfläche glatt und dicht. Sauerstoff kann nicht in das Silo eindringen und Schimmel erhält somit keine Chance!  Darüber hinaus kann weniger Regenwasser eindringen und es bleibt kein loses Futter vor dem Silo liegen.

Eine Futterentnahme mit den selbstfahrenden Futtermischwagen Triotrac und Smartrac beweist, dass mit dem Schneidsystem Futter und damit Geld gespart wird, da im Vergleich zur Siloentnahme mit anderen Systemen ein tadelloses, glattes und dichtes Silo hinterlassen wird. Durch das einzigartige Schneidsystem von Trioliet bleibt die Anschnittfläche dicht und es gehen keine Futterwerte verloren. Ein schönes Beispiel ist auf Foto 1 zu sehen. Rechts von der Mitte erfolgte die Entnahme mit einer Silogreifschaufel und das Futter wurde herausgezogen. Links sind die Anschnittflächen zu sehen, die mit dem Triotrac New Edition erzielt wurden, und rechts ist der Smartrac TS im Einsatz. Der Unterschied bei den Ergebnissen der verschiedenen Siloentnahmetechniken ist hier deutlich sichtbar. Kurz gesagt: Mehr Futter und weniger Verluste. Eine futterfreundliche Siloentnahme lohnt sich. 

Futtermaschinen mit Schneidsystem:

Nach Produktübersicht Ich möchte gerne persönliche Beratung erhalten 

 

*1 Quelle 1: „Check your clamp for costly losses“, Farmers Weekly, 8. Januar 2016

 *2 Quelle 2: „Praktijkonderzoek kuilkwaliteit“, durchgeführt von Hendrik Donk, zusammengestellt von Erna van Butzelaar, www.deloonwerker.nl, Nr. 8/2012